Meine Lebensgeschichte...

Ich denke über mich gibt es viel zu erzählen, so wie auch über dich. Denn jede Lebensgeschichte ist einzigartig und jeder von uns hat vieles erlebt.

Ich bin am 23.09.1987 gegen 23:00 Uhr in Erbach im Odenwald geboren, meine Eltern Marion Theis und Nikolaus Leuthner, gaben mir den Namen Manuel. Das ist also der Tag an dem meine Lebensgeschichte beginnt, im alter von 3 Jahren verließ uns mein Vater, die Gründe dafür sind mir nie ganz klar geworden, dennoch konnte ich ganz gut damit leben. Leider kann ich mich nicht mehr an alles erinnern was in diesen Tagen passierte, das nächste größere Ereigniss in meinem Leben an das ich mich noch relativ gut erinnern kann fand statt als ich 6 Jahre alt war, meine mutter lernte einen Mann namens Gerhardt kennen, ich weis leider nicht mehr ganz genau wo wir zu diesem Zeitpunkt wohnten, aber ich erinnere mich noch ganz gut das er in Momart wohnte. Er hatte aus seiner vorherigen Ehe zwei Töchter, Cinderella und Alexandra, die beide jünger sind als ich. Nach einer weile zogen wir also alle zusammen nach Bad König/Zell, dort wurde ich dann auch eingeschult. Ich besuchte die Grundschule in Zell bis zum zweiten Schuljahr, das war das Jahr in dem die Beziehung zwischen meiner Mutter und ihrem damaligen Lebensgefährten, Gerhardt, das erste mal in die Brüche ging.

Wir zogen also weg von ihm, nach Erbach in die Zentlinde 10, dort sollte ich dann direkt in die dritte Klasse der Schule am Treppenweg gehen, allerdings war ich aufgrund der Probleme die ich Zuhause mit erleben musste nicht in der Lage den dortigen Lernstoff richtig mit zu verfolgen, und so kam es das ich dort meine erste Wiederholung machen musste. Meine mutter ging ganztags arbeiten, und ich war nach der Schule bei einer Tagesmutter untergebracht, Karoline, die schon eine eigene Tochter hatte, Rebecca, diese war allerdings schon etwas älter als ich. Ich konnte beide nicht wirklich ausstehen. Aber ich musste meine Zeit irgendwie rumkriegen, da ich noch nicht alt genug war um von Gesetzeswegen her alleine zu hause zu bleiben. Trotzdem versuchte ich sooft wie möglich nach der Schule nachhause zu gehen anstatt zu meiner Tagesmutter zu gehen. Ich lies mir die Wohnungstür immer von unserer damaligen Vermieterin aufschließen, sie hieß Rossbach mit Nachnamen und sie war extrem Schwerhörig, sie hatte in ihrer Wohnung überall Blinklichter die angingen wenn man bei ihr klingelte. Sie war eine wirklich sehr freundliche alte Frau und trotz ihrer bedenken das sie ärger mit meiner Mutter bekommen könnte schloss sie mir die Wohnungstür doch immer wieder auf.

So vergingen also ein paar Jahre, bis ich 11 Jahre alt war blieben wir dort wohnen. Eines Tages kam meiner mutter von der Arbeit und erzählte mir das sie mit dem Gerhardt gesprochen hätte, und das er ihr erzählt hätte das er sich grundlegend geändert hätte, und sie fragte mich dann ob wir nicht wieder zu ihm ziehen wollten. In meiner Kindlichen Naivität glaubte ich ihr also, und wir zogen erneut zu ihm, nach Seckmauern. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste war die Tatsache das die nächsten 6 Jahre einen entscheidenden Einfluss auf mein Leben nehmen würden. Anfangs wohnten wir in der Siedlung 54, im Untergeschoß, die Häuser in dieser Straße waren allesamt ziemlich neu, sie mussten erst vor ein oder zwei Jahren gebaut worden sein, eines befand sich sogar noch im bau, die Nummer 52, dort sollten wir nach der Fertigstellung einziehen da die dortigen Wohnungen größer werden sollten. Gerhardts Kinder, Cinderella und Alexandra, musste er wohl an seine Ex-Frau abgeben, die Gründe hierfür erfuhr ich leider auch nie. Sie kamen nur noch am Wochenende mal zu besuch.

Nach unserem Einzug und meiner Einschulung in die dortige Grundschule, es war die die dritte Klasse, zweites Halbjahr, ich erinnere mich Seltsamerweise noch sehr genau an das Datum meines ersten Schultages, es war ein 12. Januar, ich weis aber auch nicht genau warum mir ausgerechnet dieses Datum so exakt im Kopf geblieben ist, lernte ich dort schnell neue Freunde kennen von denen mich einige eine sehr lange Zeit begleiten sollten, andere allerdings nicht. An zwei Personen allerdings kann ich mich noch sehr genau erinnern, Gerold Becker und Mandy Brachfeld, beide wohnten in meiner Nachbarschaft, und mit ihnen verbrachte ich auch die meiste Zeit des Tages. Gerolds Freundschaft ist mir bis zum heutigen tage erhalten geblieben, und Mandy´s Freundschaft zu mir war was ganz besonderes, sie war sowas wie meine erste wirkliche liebe, ich bin immer schon etwas frühreif gewesen. Ich mochte sie sehr und versuchte so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen. Meinen ersten Zungenkuss hatte ich mit ihr, wir waren in dem Alter in dem man sowas umbedingt ausprobieren wollte nur um zu wissen wie das wohl ist... Es war schön, sehr sogar, auch wenn ich das damals nicht wirklich zugeben wollte ;)

Leider musste sie wegen ihrer Mutter irgendwann umziehen ich habe sie eine sehr sehr lange Zeit nicht mehr gesehen, bis vor kurzem, da fand ich sie auf Wer-kennt-Wen.de, inzwischen ist sie Verheiratet und hat einen Sohn. Ich freue mich sehr für sie.

Aber zurück zu den Geschehnissen die in Seckmauern noch folgen sollten, ich hatte noch viele andere Freunde dort in Seckmauern, mit denen ich viel unternahm. Leider musste ich dort auch viel Schlechtes erleben, denn wie ich vermutete waren Gerhardts Worte in denen er damals meiner Mutter versprach das er sich geändert habe nichts weiter als Lügen. Die streitigkeiten zwischen ihm und meiner Mutter nahmen wieder zu und eskalierten oft darin das er sie schlug oder ich dafür herhalten musste. Das ging teilweise bis ins Krankenhaus. Es war eine schwere und wirklich miese Zeit für mich in der ich mich oft fragte wie meine Mutter nur mit einem solchen Mann zusammen leben kann. Die Antwort konnte mir nicht einmal sie selbst geben, sie kann es noch nicht einmal heute.

Ich ging inzwischen auf die weiterführende Gesamtschule in Rai-Breitenbach, dort musste ich oft die Klassen wechseln oder wiederholen da ich einfach keine lust mehr auf die Schule hatte, da mich Zuhause sowieso nur Schläge erwarten würden. Aber dort lernte ich auch jemand ganz besonderen kennen, meine erste richtige Beziehung, ich war 14 Jahre alt, sie war 16, sie hieß Michaela und sie war wunderschön. Bei ihr fühlte ich mich sicher, sie war in dieser schweren Zeit meine zuflucht, ich war sehr oft bei ihr, wenn ich so zurück denke dann würde ich sagen ich habe fast ein ganzes Jahr bei ihr gewohnt. Mit ihr hatte ich auch mein "Erstes Mal", obwohl es eine einzige große Katastrophe war war es doch irgendwo schön. Unsere Beziehung hielt 2 Jahre in denen es gute wie auch schlechte Zeiten gab. Nach dieser Beziehung änderte sich in meinem Leben einiges, und davon werde ich nun Erzählen.

Die Eskalationen zwischen mir und Gerhardt wurden immer heftiger, inzwischen war ich 16 Jahre alt, und ich wollte mir nichts mehr gefallen lassen von ihm also wehrte ich mich auch von Zeit zu Zeit, dies ging zum Schluss dann soweit das er mich aus der Wohnung warf, das war Anfang 2004. Ich zog also erneut um, diesmal allerdings alleine ohne meine Mutter. Ich zog in eine WG die vom Jugendamt unterhalten wurde und für Jugendliche gedacht war die kurz vor der Selbstständigkeit standen. Zum damaligen Zeitpunkt wohnten in dieser WG ausschließlich Mädchen, mach einer würde jetzt sagen: "Ist doch toll, allein unter Mädchen". Ich sage dazu nur: So toll ist das nicht immer. Trotzdem muss ich sagen das ich die Zeit in der WG nicht missen möchte, es war eine wunderbare Lebenserfahrung. Ich wohnte knapp ein Jahr in der WG, in diesem einen Jahr hatte meine Mutter vom Jugendamt die Auflage gemacht bekommen das sie sich eine Wohnung suchen muss damit ich wieder zu ihr zurück kann, denn so ne WG is ne teure Sache. Ich lernte in den letzten 3 Wochen die ich noch in der WG hatte eine weitere Wunderbare Frau kennen, sie hieß Alexandra, dazu erzähle ich aber woanders mehr. Ich zog also erneut um, dieses mal nach Bad König, dort sollten sich die Dinge wieder etwas beruhigen, ich konnte meinen Schulabschluss nachmachen. Und auch das Verhältnis zu meiner Mutter wurde wieder besser. Ich wohnte 5 Jahre bei meiner Mutter, bis ich in meine erste eigene Wohnung ziehen sollte, ich fand auch eine Möglichkeit meinen Führerschein zu machen, und sollte auch eine neue Beziehung finden...